Fragen & Antworten

Häufige Fragen zum Bürgerbegehren

Die Bürgerinitiative beantwortet häufige Fragen zum Bürgerentscheid am 26.5.2019

Was ist eine

Eine Gemeinschaftsschule bedeutet NICHT die Zusammenlegung der Grundschule mit der Wilhelm-Wisser-Schule! Beide Schulen bleiben auch bei einem Schulcampus organisatorisch und räumlich unabhängig!

Im Jahr 2010 wurde die damalige Hauptschule am See mit der damaligen Wisser-Realschule als Gemeinschaftsschule zusammengelegt. Die Gemeinschaftsschule unterrichtet inzwischen auch ca. 65 Inklusionsschüler (95% aller Inklusionsschüler in Eutin) und wird dabei durch Lehrkräfte des Förderzentrums unterstützt. Außerdem haben letztes Jahr 85% der Schülerinnen und Schüler mit der Mittleren Reife auch die Qualifikation für die Oberstufe an der Beruflichen Schule Eutin (KBS) geschafft und haben damit die Möglichkeit auf einen Abschluss mit Abitur.

Alle Schulformen werden also in der Gemeinschaftsschule vereint – aber erst ab der 5. Klasse!

Warum gibt es wegen der geplanten Baumaßnahmen am jetzigen Hauptstandort “Am Berg” der Wilhelm-Wisser-Schule?

Wenn der Bürgerentscheid 1 (der Campus aus beiden Schulen als Neubau am See) nicht durchkommt, wird die Wilhelm-Wisser-Schule am Hauptstandort für ca. 33,6 Mio € saniert und erweitert  damit die 5. und 6. Klassen vom Gelände am See dorthin umziehen können. Während der 3-4 Jahre Bauzeit wird der Schulbetrieb massiv beeinträchtigt, was nicht zuletzt an dem zu kleinen Grundstück liegt. Sobald der Erweiterungsbau steht, wird aus dem Schulhof ein umbauter Hinterhof mit sehr eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten für über 500 Schüler.

Auch wenn quantitativ der Raumbedarf zu 99% erfüllt werden könnte wird deutlich, dass viele Leitlinien für leistungsfähige Schulbauten nicht eingehalten werden.

Ein Neubau auf dem etwa dreimal so großen Gelände am See ohne die räumlichen Einschränkungen und Vorgaben des Altbaus “Am Berg” ist wirtschaftlicher und schafft eine nachhaltige Lösung für die nächsten Jahrzehnte.

Die Schulkonferenz der Wilhelm-Wisser-Schule stimmte daher einstimmig für den Campus.

Grundschule und Gemeinschaftsschule ginge das überhaupt?

JA! Die Nachfragen bei bereits bestehenden Schulen mit Campuslösung erbrachten durchweg positive Rückmeldungen. Gute Beispiele können z.B. in Hutzfeld, Lensahn, Pönitz oder Timmendorfer-Strand in Augenschein genommen werden. Bei einer Campuslösung in Eutin bleibt der Grundschulteil des Campus weiter eine Außenstelle der Gustav-Peters-Schule.

Hätte das Einfluss auf die Grundschüler am Standort

NEIN! Die Standorte Blaue Lehmkuhle und Fissau bleiben vom Campus unberührt. Die Aufteilung der Gustav-Peters-Schule ist von diesem Bürgerentscheid nicht betroffen! Aber nach der Grundschule geht es weiter: Zum Ende der Grundschulzeit bekommen alle Schüler eine Empfehlung für die Gemeinschaftsschule und 30-40% der Schüler bekommen zusätzlich noch die Empfehlung für das Gymnasium. Der größte Teil der Grundschulkinder von heute sind also die Gemeinschaftsschüler von morgen und könnten mit einem Campus auch nach der 4. Klasse von einer weiterführenden Schule in naturnaher, grüner Umgebung profitieren.

Schüler hätte der Campus am See?

Nach dem letzten Stand im Februar 2019 wären es inklusive Förderzentrum 774 Schüler. Die Raumplanung geht aktuell von ca. 500 Schülern für die Gemeinschaftsschule und 300 Schülern für die Grundschule aus. Es sind also bis zu 800 Schüler auf dem Gelände zu erwarten.

Nach aktuellem Stand wären das ca. 350 Schüler zusätzlich zu denen, die jetzt am See sind.

würden die Gebäude bei einer Campuslösung?

Die Grundschule inkl. offene Ganztagsschule und Förderzentrum hat einen Raumbedarf von 3735 m2 Nutzfläche.  Die Gemeinschaftsschule hat einen Raumbedarf von 5070 m2 Nutzfläche. Hinzu kommet eine 3-Feldhalle und Gymnastikräume. Bei einer Bebauung mit durchschnittlich 2,5 Stockwerken wären weniger als 25% des 2,8 Hektar großen Grundstücks überbaut und es bleiben mehr als 75% des Geländes für zwei getrennte Schulhöfe, ausreichend Parkplätze und Außensport.

Die 2-stöckigen Gebäude der jetzigen Grund- und Hauptschule kann man wohl kaum als Klotz oder Massenschule bezeichnen und würden lediglich um ein Staffelgeschoss erhöht.
Aus energetischen Gründen ist nicht zu erwarten, dass die Grundschule eingeschossig geplant wird.

 

wird die Campuslösung?

Die Stadt Eutin hat die Kosten für den Bürgerentscheid 1 ermittelt und das Planungsbüro die Kosten für die Sanierung und die Erweiterung am Berg. Wir haben in einer kleinen Übersicht die Kosten gegenüber gestellt.

Reicht eine für beide Schulen?

JA!
Die gültige Bedarfsplanung sieht zwei Hallen-Felder plus Gymnastikraum für die Gemeinschaftsschule und ein Hallenfeld plus Gymnastikraum für die Grundschule vor.

Dies deckt sich auch mit gängigen Schulbau-Richtlinien. Es reichen für beide Schulen also insgesamt drei Hallenfelder (je 405 m2) sowie insgesamt zwei Gymnastikräume (je 110 m2).

Beispiele für eine Hallennutzung wurde zur Anschauung mit Sportpädagogen ähnlicher Campus Schulen ausgearbeitet. 

Gäbe es bei der Campuslösung weiterhin einen am See?

JA! Ein Vergleich mit ähnlichen Schulbauten auf ähnlicher Fläche schafft hier Zuversicht. Alle Außensportanlagen gemäß Schulbauleitlinien lassen sich am See problemlos in die Pausenhöfe integrieren: Kleinspielfeld(er),100 m Laufbahn, Weitsprunganlage, Kugelstoßanlage.

Am See befindet sich aktuell eine 230 m Rundlaufbahn. Es liegen viele Beispiele vor, wie ähnlich kleine Laufstrecken platzsparend in Pausenhöfe integriert werden können. Eine für den Leistungssport geeignete 400 m Bahn wird auch bei einer reinen Grundschullösung nicht auf das Gelände am See passen.

Was bedeutet der "Bürgerentscheid 1" für die ?

Das Gelände am See ist groß genug für beide Schulen und eine Dreifeld-Sporthalle mit Tribüne, Geräteräumen und Außensportanlagen.

Der Bürgerentscheid 1 ist die einzige Variante, bei der zu keiner Zeit auf eine Sporthalle verzichtet werden muss!
Zusätzlich zur 3-Feld-Sporthalle können Gymnastikräume gebaut werden wodurch insgesamt 5 neue Hallenfelder entstehen,
+ 1,5 Felder am Standort Berg.

Eine Außensportanlage mit 400m Bahn (Kampfbahn Typ C) wird es bei keiner Variante geben, da diese allein schon einen Platzbedarf von ca. 15.000m² hat.
Ein Kleinspielfeld mit Sprintbahn, Wurf- und Sprungbahn lässt sich problemlos bei jeder Variante realisieren.

Die Highlights für den Vereinssport im Überblick!

  • Tribüne
  • Geräteräume
    (Sportgeräte können in der neuen Sporthalle verbleiben!)
  • Wettkampftauglich
  • Mehr Hallenkapazitäten
    Kein Wegfall von
  • Hallenzeiten während der Bauphase
  • Außensportanlagen
    (Neue Perspektiven für den Vereinssport durch Außensportanlagen und Seenähe!)
  • Mehr Hallenkapazitäten
    (3-Felder + Gymnastikräume + Bestand am Berg)

Wäre die nicht problematisch, wenn mehr Schüler am See sind?

Der Vorentwurf für B-Plan 128 enthält schon lange ein Verkehrskonzept für die Verbreiterung der Zufahrt auf zwei Spuren, die auch ohne Campus kommen wird. Die ca. 350 zusätzlichen Schüler der 7.-10. Klasse kommen überwiegend ohne Auto und können zusätzlich auf mehrere Rad-und Fußwege ausweichen (am See entlang und über die Verbindung an der Friedrichstraße).

Ein Bericht aus der Zeitung zu dem Thema finden Sie hier

Wie wäre das während der bei einem Campus?

Die Campuslösung hat, auch was die Bauphase angeht, enormes Potential zur Entlastung. Einfach aus dem Grund, dass nur an einem Gelände gebaut wird und das andere Gelände in der Zeit Schüler aufnehmen kann. Die 5. und 6. Klassen können während der Bauphase am See in Containern auf dem Gelände am Berg untergebracht werden. So können schon Teile der Gebäude abgerissen werden, um den Baufahrzeugen den Weg um die die Räume der 1.-4. Klasse zu ersparen. Auf diese Weise wird auch das mögliche Baufenster vergrößert, um den Bau schneller fertig zu stellen.

Müssten die Kinder sein?

NEIN! Es gibt viele anschauliche Beispiele von modernen Grund-und Gemeinschaftsschulen im Bundesgebiet, die die räumliche und akustische Trennung hervorragend lösen konnten.

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