Bürgerentscheid 2019

Lieber Seitenbesucher,

2019 fand in Eutin ein Bürgerentscheid zum Schulbau statt.

Dabei ging es um die Grundschule am Kleinen Eutiner See und die Gemeinschaftsschule Wilhelm-Wisser-Schule am Standort Berg. Während die Grundschule einen Neubau erhalten soll, soll die  Gemeinschaftsschule umfangreich am Standort erweitert und saniert werden. Mittels Bürgerentscheid wollten wir erreichen, dass beide Schulen einen Neubau erhalten. Die Stadtvertretung stellte eine Gegenfrage, bei der nur die Grundschule einen Neubau erhält und die Gemeinschaftsschule  erweiter und saniert wird.

Die Stadtvertretung konnte mit einer hauchdünnen Mehrheit den Bürgerentscheid für sich entscheiden.

Aus unserer Sicht war es eine einmalige Chance für Eutin, einen Platz als zukunftsweisenden Schulstandort einzunehmen.

In der Politik und in der Bevölkerung gibt es jeweils eine knappe Mehrheit, für die diese Zukunftsvision zu früh kam. Aus Liebhaberei und vielleicht auch aus fehlendem Mut, hält man an dem fest was man kennt, auch wenn das ein pädagogischer Rückschritt ist. Neues macht eben vielen Menschen Angst. Es war unsere Aufgabe den Eutinern diese Angst zu nehmen und den Blick für diese Zukunft zu schärfen. Das ist uns scheinbar nicht gelungen.

Doch wir haben auch inspiriert!

Ohne unser Wissen oder Zutun, hat sich in Lübeck eine junge Studentin unsere „Vision“, die Campus-Schule, also der Neubau beider Schulen am Standort See, als Masterarbeit ausgesucht. In über 4 Monaten hat sie alle relevanten Anforderungen am Standort See umgesetzt und dabei weitestgehend die vorhandenen Flächen genutzt. Lediglich für den Verkehrsgarten müsste man eine Ausweichfläche suchen.
Dieser Entwurf zeigt deutlich, dass die Trennung von Grundschülern und Gemeinschaftsschülern möglich ist, dass man sogar die Sportflächen om Schulgelände trennen kann, damit dieses beispielsweise abends oder am WE verschlossen werden kann und das bei all dem auch noch pädagogische Konzepte/Anforderungen umgesetzt werden können, ohne ein Hochhaus bauen zu müssen.
Der Entwurf ist eine tolle Vision, die mit Nachhaltigkeit und Zukunftsideen lebendig gemacht werden könnte.

Inspiration für andere!

Das Ergebnis müssen wir akzeptieren und das tun wir natürlich auch. Wir hoffen und wünschen uns aber, dass der Entwurf von Frau Renner, der sicher auch nur eine von vielen denkbaren Varianten ist, Berücksichtigung findet und das andere Planer die Aufgabe unsere Eutiner Schulen zu planen mindestens genauso ernst nehmen.
 
 

Ein schlechtes Ergebnis ist nicht akzeptabel.

In 16 Jahren Schulbauplanung sind wir noch nie so weit gewesen wie mit diesem Modell!

Ihre Bürgerinitiative “Vernunft macht Schule”